Der Porsche 918 Spyder

Porsche hat im März 2011 den Verkauf des Supersportwagens 918
Spyder mit innovativem Plug-in-Hybridantrieb gestartet. Nach der
überragenden Kundenresonanz auf die 2010 auf dem Genfer Auto-
Salon vorgestellte Konzeptstudie wird die Serienentwicklung mit
Hochdruck vorangetrieben. Dank einzigartiger Hybridtechnik ver-
braucht der 918 Spyder im neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ)
voraussichtlich nur 3 Liter Kraftstoff  auf 100 Kilometer.

Über 368 kW (500 PS) leistet sein hochdrehzahl V8-Motorund mit
einer maximalen Drehzahl von 9.200/min. Der Benzinmotor wird
von zwei Elektromaschinen mit insgesamt 160 kW (218 PS) unter-
stützt und erreicht so eine Systemleistung von 528 kW (718 PS).

Der 918 Spyder kann zum Preis von 768.026 Euro inklusive
Mehrwertsteuer und länderspezifischer Ausstattung bestellt
werden.

Der Prototyp 918 Spyder kombiniert Rennsport-Hightech und Elektro-
mobilität zu einem faszinierenden Spektrum: Einerseits Kleinstwagen-
Emissionen von 70 Gramm CO2 pro Kilometer bei 3 Liter Kraftstoffver-
brauch pro 100 Kilometer, andererseits Fahrleistungen eines Super-
sportwagens mit einer Beschleunigung von knapp unter 3,2 Sekunden
von null auf 100 km/h, eine Höchstgeschwindigkeit von über 320 km/h
und eine Rundenzeit auf der Nürburgring-Nordschleife, die mit weniger
als 7:30 Minuten sogar besser ist als die des Porsche Carrera GT.


Der 918 Spyder ist eines von drei Porsche-Modellen mit Hybrid-Antrieb,
die auf dem Automobil-Salon Genf 2010 ihre Weltpremieren feierten.
Dieses Trio – bestehend aus dem neuen sportlichen Geländewagen
Cayenne S Hybrid mit Parallel-Vollhybrid, dem Rennwagen 911 GT3 R
Hybrid mit elektrischem Vorderachsantrieb und Schwungmassen-
speicher, sowie dem zweisitzigen Hochleistungs-Mittelmotorsport-
wagen 918 Spyder mit Plug-in-Hybrid-Technik – zeigt neben der großen
Bandbreite dieser neuen Antriebstechnologie auch die Innovationskraft
vom Hybrid-Pionier Porsche. In der innovativen Konzeptstudie 918
Spyder bündelt Porsche „Intelligent Performance“-Technologie, Motor-
sport-Hightech, sowie seine klassisch-moderne Formensprache zu
einem überzeugenden Statement. 


Der V8-Motor des Porsche 918 Spyder ist eine Weiterentwicklung des
erfolgreichen 3,4-Liter-Triebwerks aus dem Rennwagen RS Spyder
und in Mittelmotorposition vor der Hinterachse platziert. Diese
Fahrzeugarchitektur garantiert dank ihrer guten Balance höchste
Performance auf der Rennstrecke. Als Kraftübertragung dient ein
Siebengang-Porsche-Doppelkupplungsgetriebe, über das zudem die
Kraft des Elektroantriebes an der Hinterachse eingeleitet wird. Der
vordere Elektroantrieb treibt die Räder über eine feste Übersetzung an.


Als Energiespeicher dient eine fluidgekühlte Lithium-Ionen-Batterie
hinter der Fahrgastzelle. Bei einem Plug-in-Hybrid kann die Batterie am
Stromnetz aufgeladen werden. Außerdem wird die Bewegungsenergie
des Fahrzeugs beim Bremsen in elektrische Energie umgewandelt und
in die Batterie eingespeist. Für Beschleunigungsvorgänge steht damit
zusätzliche Energie zur Verfügung. Über einen Stellknopf am Lenkrad
lassen sich vier unterschiedliche Betriebsarten abrufen: Im Modus
„E-Drive“ ist rein elektrisches Fahren mit einer Reichweite von bis zu 25
Kilometern möglich. Im „Hybrid“-Modus nutzt der 918 Spyder sowohl die
Elektromaschinen als auch den Verbrennungsmotor, wobei der Einsatz
der einzelnen Antriebskomponenten der jeweiligen Fahrsituation
entspricht und von verbrauchs- bis leistungsorientiert reichen kann.


Auch im „Sport Hybrid“-Modus werden beide Antriebssysteme genutzt,
jedoch schwerpunktmäßig performance-orientiert gesteuert. Der Antrieb
erfolgt heckbetont, ein Torque Vectoring-System erlaubt zusätzlich eine
gezielte Verbesserung der Fahrdynamik. Im „Race Hybrid“-Modus
werden die Antriebssysteme auf rein performance-orientierte Fahrweise
mit fahrdynamisch höchstem Anspruch auf der Rennstrecke konzentriert
und operieren an ihren Leistungsgrenzen. Bei ausreichendem
Ladungszustand erlaubt ein so genannter Push-to-Pass-Button eine
elektrische Zusatzleistung (E-Boost) beispielsweise zum Überholen
oder für noch bessere Performance. Diese große Bandbreite des
Hybrid-Antriebs erlaubt es, mit dem 918 Spyder entweder Rundenzeiten
auf dem Niveau von Rennwagen zu erzielen – beispielsweise unter 7:30
Minuten auf der Nordschleife des Nürburgrings – oder aber bei
ökonomischer Fahrweise lediglich 70 Gramm CO2 pro Kilometer zu
emittieren. 


Wie beim Antrieb werden die Motorsport-Gene auch beim Leichtbau-
Karosseriekonzept des 918 Spyder erkennbar. Eine modular aufgebaute
Struktur mit einem Monocoque aus kohlefaserverstärktem Kunststoff
(CFK) und die gezielte Verwendung von Magnesium und Aluminium
sorgen nicht nur für das geringe Gewicht von unter 1.490 Kilogramm,
sondern durch hohe Verwindungssteifigkeit zudem für höchste
Fahrpräzision. Das Porsche-typische Designkonzept des 918 Spyder
weckt mit seiner Anlehnung an legendäre, erfolgreiche Rennfahrzeuge
wie den Porsche 917 Le Mans und den aktuellen Porsche RS Spyder
Emotionen. Die Kombination von Rennwagen-typischen Proportionen,
einem klar strukturierten Formthema mit perfekt ausgearbeiteten
Flächen und innovativen Details resultiert in einem ästhetischen,
ausbalancierten Design mit großer Dynamik. Es verkörpert die perfekte
Synthese aus Form und Funktion der Posche-Design-DNA. 


Die ruhige Balance zwischen Tradition und Fortschritt vermittelt formale
Boden-haftung. Eine Porsche-typische, variable Aerodynamik setzt im
Bereich des Heckspoilers ebenso visionäre wie traditionelle Akzente.
Die prägnanten Hutzen als Verlängerungen der Kopfstützen erfüllen im
918 Spyder nicht nur aerodynamische Aufgaben, sondern beherbergen
zudem ausfahrbare Luftansaugstutzen mit Ram Air-Funktion.


Fahrer und Beifahrer sind nicht nur in perfekt konturierte Sportschalen-
sitze gebettet, sondern auch in ein Cockpit, dessen Synthese aus
effizienter Funktion und ergonomischer Hightech-Bedienung einen
Ausblick auf künftig mögliche Innenarchitekturen bei Supersportwagen
geben kann. 

Drei freistehende Rundinstrumente für Geschwindigkeit (links),
Drehzahl (Mitte) und Energiemanagement (rechts) scheinen direkt von
den Rennsportwagen der 60er Jahre inspiriert zu sein und verkörpern
die Philosophie der deutlichen Fahrerorientierung. Im 918 Spyder trägt
die ansteigende Mittelkonsole eine berührungsempfindliche Oberfläche
(Touchpanel) für die intuitive Bedienung der Fahrzeug-Funktionen und
setzt damit konsequent die Reduktion sichtbarer Bedienelemente unter
Beibehaltung einer Direktbedienung fort. Die fahrrelevanten Bedien-
elemente sind dabei vor allem auf dem Dreispeichen-Multifunktions-
Sportlenkrad konzentriert.

Die Porsche-typischen Fahrsystem-Variablen werden durch einen so
genannten Map-Schalter ergänzt, der die unterschiedlichen Fahr-
programme abrufen kann und dazu noch als „Push-to-Pass“-Knopf
für das E-Boosten beispielsweise bei Überholmanövern dient. Die
Beleuchtung der Instrumente variiert in den Farbtönen Grün für die
verbrauchsorientierten Betriebsmodi sowie Rot für die performance-
orientierten Fahrprogramme. 


Darüber hinaus bietet der 918 Spyder weitere innovative Funktionen
wie den Reichweitenmanager. Im Centerdisplay zeigt dieser nach
Aktivierung eine Kartendarstellung des Navigationssystems mit Anzeige
der Restreichweite, die vom Fahrer über Einstellung der Fahrleistungen
beeinflusst werden kann. In Städten mit Umweltzonen gibt er an, ob
mit dem rein elektrischen Antrieb ein Ziel in der Stadt erreicht werden
kann. Mit diesen Informationen und den Hinweisen auf die antriebs-
spezifischen Energietankstellen können die individuellen Fahr- und
Lade- beziehungsweise Tankstrategien gewählt werden.

Mit der einzigartigen Kombination aus extrem niedrigen Verbrauch,
überragenden Fahrleistungen und hoher elektrischer Reichweite
verkörpert der 918 Spyder einen wesentlichen Meilenstein in der
Porsche-Strategie zur Elektromobilität.


918 Spyder
Verbrauch* PDK Getriebe
vorraussichtlich Gesamt l/100 km
3,0
vorraussichtlich CO2-Emission g/km 70


* Nach dem Messverfahren EURO 5 (715/2007/EG, 692/2008/EG und
ECE-R 101) im NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus). Die Angaben
beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht
Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken
zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen.